Arsuf
أرسوف
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Toponymes connus
- Arsuf - Ārsūf / أرسوف Arabe Med.
- Arsur Med.
- Tel Arshaf - Tel ʾAršaf / תל ארשף Hébreu Contemp.
- Apollonia - Apollōnía / Ἀπολλωνία Grec Antiq.
Description
Geschichte
Arsour – heute Tell Arshaf – liegt an der Mittelmeerküste, und wurde sehr früh besiedelt, von den Phönikern, den Griechen und den Römern (Apollonia). Die ersten Festungsarbeiten bauten die Moslems.
Eine erste Belagerung der Kreuzritter scheiterte im Jahre 1100 wegen Auseinandersetzungen zwischen Raimund von Toulouse und Gottfried von Bouillon. Nachdem die beiden Franken sich versöhnt hatten, schickten die Einwohner Geiseln als Zeugnis ihrer Vasallität. Gottfried selbst schickte dann Gerhard von Avesnes als Gast bzw. Geisel. Als Gottfried versuchte, die Stadt einzunehmen, wurde Gerhard von Avesnes auf die Mauer der Festung ausgesetzt. Die Belagerung wurde dennoch vom 15. Oktober bis zum 15. Dezember fortgesetzt. Zwei Türme wurden vergeblich niedergebrannt. Gottfried zog sich zurück, ließ aber regelmäßig die Gegend durch einen Trupp von 100 Rittern und 200 Infanteristen von Ramla aus verwüsten. Opfer der Razzien wurden mit abgeschnittenen Nasen, Füßen oder Händen nach Arsuf zurückgeschickt. Ein Nachschub von fatimidischen Truppen half den Arsufi nicht. Die Stadt bot Gottfried mit den Schlüsseln der Festung und der Türme ihre Unterwerfung an. Gerhard von Avesnes wurde befreit. Vorübergehend herrschte Frieden.
Aber 1101 kam eine Flotte aus Genua an, und Gottfried konnte Arsur von allen Seiten angreifen, und die Stadt musste schließlich kapitulieren. Die Einwohner durften frei wegziehen. Robert von Puglia, Herr von Caïfa, verwaltete die Stadt im Auftrag des Königs. Später wurde sie Sitz einer selbstständigen Herrschaft.
Nach der Schlacht von Hattin (1187) eroberten sie die Moslems. Richard Löwenherz schlug aber die Moslems am 7. September 1191 und konnte Arsuf zurückerobern.
1207 erhielt sie Johann von Ibelin, « Herr von Barut », Ehemann der Erbin Melisende von Arsur. Sein Sohn Johann II. von Ibelin-Arsur baute die Festung im Jahre 1241. Da sein eigener Sohn Balian fürchtete, der wachsenden Macht der Mameluken nicht widerstehen zu können, verkaufte er seine Rechte auf Arsur den Johannitern, die die Festung ausbauten.
1265 griff der Sultan Baibars an. Nach 40 Tagen musste die Stadt aufgeben, und drei Tage später ergaben sich die 120 letzten Johanniter mit dem Versprechen, dass sie frei gehen dürften. Jedoch brach Baibars sein Wort und die Ritter wurden gezwungen, die Mauern zu schleifen und die Festung niederzubrennen. Die Spuren des Brands sind heute noch auf manchen Mauern zu sehen. Der Ort wurde nie wieder besiedelt.