Yavne-Yam

Israel | Royaume de Jerusalem

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Toponymes connus

  • Yavne-Yam - Yavne-Yam / יבנה־ים Hebrew Contemp.
  • Iamneia - Iamneia / Ἰάμνεια Grec Antiq.
  • Iamnia - Iamnia / Ἰαμνία Grec Antiq.
  • Iamnia Latin Antiq.
  • Machouza Iamnias - Machouza Iamnias / Μαχουζὰ Ἰάμνιας Grec Med.
  • al-Maḥūz al-Thānī - al-Maḥūz al-Thānī / المحوز الثاني Arabic Med.
  • Mīnat Rūbīn - Mīnat Rūbīn / ميناء روبين Arabic Med.

Description

Français | Deutsch

Geschichte

Yavne-Yam ist der antike Hafen von Javne, der seit der Bronzezeit nahezu ununterbrochen besiedelt war. Während der römischen und byzantinischen Epoche bildete er den wichtigsten Seezugang der einige Kilometer landeinwärts gelegenen Stadt Javne. In islamischer Zeit wurde der Ort in ein ribāṭ umgewandelt, eine kleine Küstenfestung zur Überwachung des Küstenstreifens und zum Schutz des Ankerplatzes. Arabische Geographen des 10. bis 12. Jahrhunderts erwähnen ihn unter den befestigten Stützpunkten der palästinischen Küste.

Während der fränkischen Epoche scheint der Ort jedoch allmählich an Bedeutung zu verlieren. Keine Quelle bezeichnet ihn als bedeutenden Militär- oder Handelshafen des Königreichs Jerusalem, dessen wichtigste Seehäfen damals Jaffa und nach 1153 Askalon waren. Die Gründung der Burg Ibelin um 1141 auf dem Tell von Javne, mehrere Kilometer von der Küste entfernt, bestätigt, dass das strategische Zentrum der Herrschaft nunmehr im Binnenland lag. Der Ort scheint im Laufe des 12. Jahrhunderts schrittweise aufgegeben worden zu sein.

Beschreibung

Die erhaltenen Überreste umfassen die Reste einer antiken, byzantinischen und islamischen Hafenanlage, die einen kleinen natürlichen Ankerplatz an der Mittelmeerküste beherrscht. Die Befestigung bestand aus einer quadratischen Umfassungsmauer mit flankierenden Türmen, die im Süden durch ein kleines Kastell geschlossen wurde, das auf einem felsigen, ins Meer vorspringenden Kap errichtet ist. Die heute weitgehend versandeten Befestigungsanlagen verwenden stellenweise wiederverwendete Marmorsäulenschäfte. Sie werden allgemein der abbasidischen und fatimidischen Epoche (9.–11. Jahrhundert) zugeschrieben.